Nadia Di Bernardo steht vor dem Eingang zur Notfallstation

Sprachbarrieren müssen überwunden werden

Nadia Di Bernardo steht vor dem Eingang zur Notfallstation

DOLMETSCHEN IM SPITAL

Sprachbarrieren müssen überwunden werden

Rund 200 000 Menschen in der Schweiz können sich nicht in einer der vier Landessprachen oder auf Englisch verständigen. Das kann im Notfall zu Problemen führen. Es gibt aber Lösungen.

Die türkisch sprechende Patientin ist Mitte 50, spricht kaum ein Wort Deutsch, kommt mit Bauchweh auf den Notfall. Sie zeigt auf ihren Unterleib und erwähnt das Wort «Schmerz» und «lange». Die Patientin hat Gewicht verloren, ihr Allgemeinzustand ist schlecht. Die behandelnde Ärztin möchte wissen, wie lange sie schon Schmerzen hat, wo genau, ob sie erbrechen musste, wie ihr Stuhlgang sei, ob sie Medikamente zu sich nehme, ob sie Allergien habe und vieles mehr. Sie braucht Informationen, um eine Diagnose stellen zu können. Das Beispiel ist fiktiv, solche Situationen sind aber regelmässig auf Notfallstationen anzutreffen. «Um eine qualitativ hochstehende Gesundheitsversorgung zu gewährleisten, müssen wir mit unseren Patientinnen und Patienten kommunizieren können », sagt Nadia Di Bernardo, Leiterin Fachstelle Integration bei den Solothurner Spitälern. Deshalb sei es von elementarer Wichtigkeit, dass Gesundheitsversorger, in diesem Fall das medizinische Fachpersonal, sich verständigen kann. «Können sie das nicht, laufen wir Gefahr, Patientinnen und Patienten nicht adäquat zu behandeln.»

Vier Personen sitzen an einem runden Tisch

Menschliches Dolmetschen oder elektronisch

In den Solothurner Spitälern existiert seit vielen Jahren bereits ein Dolmetschkonzept. Der schnellste Weg, im Notfall eine Dolmetscherin oder einen Dolmetscher zu organisieren, geht über den Telefondolmetschdienst, der 24 Stunden am Tag in 60 Sprachen zur Verfügung steht. Zudem stehen auch spitalintern auf allen Abteilungen ausgebildete fremdsprachige Mitarbeitende zur Verfügung, die direkt vor Ort dolmetschen können. «In der Praxis ist es für diese nicht immer einfach, ihren Arbeitsplatz zu verlassen, um als interne Dolmetschende zu übersetzen», so Nadia Di Bernardo. Immer mehr kommen deshalb neue Technologien wie Videodolmetschen oder der Pockettalk, der versuchsweise in den Solothurner Spitälern ausprobiert wird, zum Einsatz. Pockettalk ist ein kleines Gerät in Smartphonegrösse, welches bei Gesprächen mit einfachem Inhalt eine unkomplizierte Liveübersetzung ermöglicht.

Die am häufigsten übersetzten Fremdsprachen* im Spital
  1. Tamilisch
  2. Türkisch
  3. Tigrinya
  4. Arabisch
  5. Italienisch, Farsi**, Russisch
  6. Albanisch
  7. Spanisch
  8. Somali, Kurdisch
  9. Bulgarisch
  10. Portugiesisch, Serbisch, Bosnisch, Kroatisch, Polnisch

* Gemäss Statistik Telefondolmetschdienst AOZ Medios
** Farsi ist ein Dialekt aus Afghanistan.

Wort für Wort oder sinngemäss übersetzt?

Elektronische Übersetzungsdienste haben aber Grenzen. Immer dann, wenn es um Gefühle geht, wenn in Metaphern gesprochen wird, wenn man vielleicht aus Scham etwas nicht erwähnt, wenn Therapieanordnungen gegeben werden, Einverständniserklärungen eingeholt oder psychiatrische Behandlungen in die Wege geleitet werden müssen. Kurz: wenn die Kommunikation bereits in der Muttersprache anspruchsvoll ist und kulturelle Eigenheiten im Spiel sind. In solchen Fällen ist das sogenannte interkulturelle Dolmetschen zielführender als die reine Sprachübersetzung. «Als Spital sind wir der Chancengerechtigkeit verpflichtet», so Di Bernardo. Chancengerechtigkeit bedeutet aber auch, dass nicht nur fremdsprachige, sondern auch gehörlose, sprechbehinderte, demente oder kognitiv eingeschränkte Menschen einen Anspruch darauf haben, verstanden zu werden.

Es lohnt sich

Der Einsatz von Dolmetschdiensten begründet sich nicht nur ethisch, sondern auch wirtschaftlich: Denn eine exakte Beschreibung des Leidens kann eine teure Diagnostik durch Labor oder Röntgen im besten Fall überflüssig machen und erspart unnötige Konsultationen oder Hospitalisationen.

Die Solothurner Spitäler sind Mitglied des Schweizerischen Netzwerks Swiss Hospitals for Equity – Schweizer Spitäler für Chancengerechtigkeit. In diesem Netzwerk, dem auch die Universitätsspitäler angehören, tauschen sich Fachpersonen über
ihre Erfahrungen aus und erarbeiten gemeinsame Standards. Als Leiterin der Fachstelle Integration koordiniert Nadia Di Bernardo ausserdem im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit das Deutschschweizer Netzwerk.

Mehr Informationen

www.hospitals4equity.ch


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Arzt transportiert ein Untersuchungsgerät

Eine gewöhnliche Samstagnacht

AUF DEM NOTFALL DES KANTONSSPITALS OLTEN

Eine gewöhnliche Samstagnacht

Bluthochdruck, Lungenembolie, Alkoholvergiftung, Harnverhalt und einige isolierte Patientinnen und Patienten mit Covid.
Die Arbeit auf einer Notfallstation in der Nacht ist anspruchsvoll – nicht nur wegen alkoholisierter Patienten.

Samstagabend

Ende August 2021, Notfallstation Kantonsspital Olten. Sämtliche Betten der Intensivstation in Olten sind belegt – mehrheitlich mit Covid-Patientinnen und -Patienten. Das macht das Personal ein wenig nervös. Käme heute Nacht ein Notfall, der eine intensivmedizinische Behandlung brauchte, müsste noch in der Nacht eine Verlegung in ein anderes Spital organisiert werden. Keine einfache Sache, die Intensivstationen sind überall gut gefüllt.

22.30 Uhr

Die Nachtschicht erscheint. Drei Pflegefachfrauen mit Zusatzausbildungen in Anästhesie- oder Notfallpflege, zwei Dienstärzte, welche ihre Kollegen des Spätdienstes ablösen und Dr. med. Susanne Ernst, Leitende Ärztin der Notfallstation. Im Dienstzimmer verteilt sie die Aufgaben: «Koje 4 kann nach Hause, wer macht den Austritt? Koje 2 und Koje 3 sind zu vergeben, wer macht was?» Die beiden Dienstärzte Dr. med. Pascal Braun-Meyre und Christian Jäggi verschaffen sich auf dem elektronischen Whiteboard einen Überblick, sprechen sich ab mit Corinne Wey, Schichtleiterin Pflege, und machen die Runde bei «ihren» Patientinnen und Patienten.

23 Uhr

Acht von neun Kojen, so heissen die Zimmer der Notfallstationen, sind belegt. Zwei Patienten sind Covid-positiv, beide nach Vorschrift isoliert. Patienten in Isolation generieren einen hohen Aufwand, da bei jedem Kontakt die Schutzkleidung an- und ausgezogen werden muss. In Koje 5 liegt eine 40-jährige Patientin mit Bluthochdruck und Kopfschmerzen, nebenan ein Patient mit vermuteter Leberzirrhose und Wasser im Bauch. Dem Patienten geht es schlecht, er soll auf die Überwachungsstation verlegt werden. Vieles weist bei ihm auf eine langjährige Alkoholproblematik hin, die aber verneint wird. Das Thema ist schambehaftet.

In der Koje 8 liegt ein älterer Herr, der zu Hause stürzte und von seiner Frau ins Spital gebracht wurde. Er hat sich glücklicherweise nicht verletzt, werde aber zunehmend dement, wie seine Frau erzählt. Sie erzählt auch, dass sie die Betreuung zu Hause nicht mehr alleine bewältigen könne. Der Patient wird auf der Abteilung für Altersmedizin aufgenommen. Ein weiterer Patient erscheint mit Harnverhalt – hier wird zu später Stunde der Facharzt für Urologie aufgeboten werden müssen – eine andere Patientin kommt mit Verdacht auf Blasenentzündung ins Spital.

Alles in allem ist es ruhig. Wer auf einer Notfallstation arbeitet, muss sich jeweils rasch auf neue Situationen einstellen können. «Medizinisch gesehen brauchen wir ein enorm breites Wissen. Unsere Herausforderung liegt darin, rasch die richtige Diagnose stellen zu können», meint die Leitende Ärztin Susanne Ernst.

Patienten bleiben im Schnitt zwei bis drei Stunden auf dem Notfall. Etwa 12 bis 14 Notfälle gibt es in einer normalen Nachtschicht, manchmal sind es auch 20.

24 Uhr

Plötzlich ist wieder Bewegung in den Gängen, der Rettungsdienst bringt einen jungen Mann mit Schmerzen an der Schulter, er wird in den Schockraum verlegt und sofort untersucht. Nach einer Computertomografie (CT) ist klar: Schlüsselbeinbruch.

Im Stützpunkt, so wird das Zimmer der Pflege genannt, kommen alle Informationen zusammen. Corinne Wey, diplomierte Expertin Notfallpflege, hat die Schichtleitung im Griff, koordiniert die internen und externen Stellen, ist mal am Telefon, mal spricht sie sich mit den Ärzten ab, mal scherzt sie mit den Kolleginnen oder ordert via Rohrpost ein Medikament an, das nicht vorrätig war.

1 Uhr

Der Blutdruck bei der Patientin in Koje 5 ist endlich runter gegangen, sie kann nach Hause. Auch der Patient mit dem Gerstenkorn am Auge geht wieder.

1.19 Uhr

Das Laborgerät summt, es wird sehr ruhig. «Und? Viel zu tun?» Beat Marti vom Sicherheitsdienst schaut vorbei. «Im Moment nicht. Und du?» «Wenn es bei euch auf dem Notfall ruhig ist, ist es bei mir auch ruhig», meint Beat Marti. Man trinkt zusammen einen Kaffee, redet über Covid und anderes.

2.18 Uhr

Ein junger Mann, 24 Jahre alt, wird vom Rettungsdienst gebracht. Mischintoxikation, eine Alkoholvergiftung kombiniert mit Cannabis. Gerade nachts und an Wochenenden sind Alkohol-Patienten häufiger. «Vorallem um den Zahltag rum», fügt Pflegerin Biljana Jurisic an. Der junge Mann ist knapp  ansprechbar, ihm ist übel, er erhält über eine Infusion Flüssigkeit, man wird ihn bis zum nächsten Morgen überwachen und dann nach Hause schicken. Den Einsatz des Rettungsdienstes wird er selber bezahlen müssen. Alkoholvergiftung gilt weder als Krankheit noch als Unfall. Regula Breitenstein, die vorne im Eingangsbereich die administrative Patientenaufnahme macht, bringt Klebeetiketten mit dem Barcode vorbei.

2.25 Uhr

Eine Frau und ihr Mann erscheinen, sie hat seit zwei Wochen eine Rippenquetschung, wurde bei einem Hustenanfall kurz ohnmächtig. Dienstarzt Christian Jäggi erklärt, dass durch den heftigen Schmerz durchaus eine sogenannte Synkope ausgelöst werden könne, eine kurze Ohnmacht. Die Patientin wird nacheiner gründlichen Untersuchung nach Hause gehen können, mit wirksameren Schmerzmitteln.

2.30 Uhr

Zwei Kojen sind besetzt. Die Pflegefachpersonen trinken einen Kaffee, es bleibt Zeit für einen Austausch mit den Dienstärzten. Nachtarbeit verbindet, schweisst zusammen, die Hierarchien sind flach. Nachtarbeit belastet aber auch. «Die erste Nacht einer Woche Nachtdienst ist immer die Schlimmste», meint Dienstarzt Pascal Braun. «Am Tag schlafe ich selten sehr gut», sagt Corinne Wey. «Es bleibt ein Arbeiten gegen den eigenen Schlaf-Wach-Rhythmus», sagt die Chefin Susanne Ernst. Nachtarbeit geht an der eigenen Gesundheit nicht spurlos vorbei.

3.02 Uhr

In Koje 7 erzählt ein 68-jähriger Patient von seinen Schmerzen an der Flanke. Er habe eine fröhliche Runde etwas früher verlassen müssen, ohne den Grund zu nennen, er wollte ja niemandem die Stimmung verderben. Zu Hause habe er die Schmerzen fast nicht mehr ausgehalten. Statt eines anfänglich vermuteten Nierensteins wird man bei ihm eine Lungenembolie feststellen, ein Blutgerinnsel, welches eines oder mehrere Lungengefässe verstopft. Gut, hat er den Notfall aufgesucht.

4.30 Uhr

Es ist wieder ruhig geworden.

5.10 Uhr

Plötzlich gehts rund. Ein Patient, anfangs dreissig, wird von Rettungssanitätern in den Schockraum gebracht, eine Überdosis GBL, in der Szene auch Liquid Ecstasy oder KO-Tropfen genannt. Zu Hause sei er ausgerastet, schrie rum, stiess sich häufig den Kopf an, musste von den Rettungssanitätern mit Medikamenten sediert werden. Als er morgens um 7 Uhr im Schockraum wieder aufwacht, dasselbe Spiel von vorne. Sechs Personen müssen ihn
festhalten, damit ihm ein Dormikum verabreicht werden kann. Er wird das Personal bis 8 Uhr auf Trab halten.

7 Uhr

Nebenan ein Patient mit unklaren Bauchschmerzen, einer mit ausgerenkter Schulter, eine Patientin mit hohem Fieber und eine Patientin mit Lungenkrankheit und schlechtem Allgemeinzustand. Die Tagesschicht ist eingetroffen. Der Sonntagmorgen beginnt.


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«Gefangen in der eigenen Welt»

PATIENTENPORTRAIT

«Gefangen in der eigenen Welt»

Andreas Walter war 17 Jahre alt, als sich seine psychische Erkrankung zum ersten Mal zeigte. Sowohl Andreas’ Familie als auch er selbst haben sich in den seither vergangenen 14 Jahren Strategien und Werkzeuge angeeignet, um damit umzugehen.

Nadine Walter:

Als alles begann, war ich 14, und damals hat mir das einen Schrecken eingejagt. Ich hatte Angst, dass die psychische Erkrankung meines Bruders erblich ist und dass ich auch krank werden könnte. Inzwischen bin ich froh, dass ich so früh mit dieser Herausforderung konfrontiert wurde. Durch die Erfahrung, dass jemand nicht funktionieren kann, obwohl äusserlich nichts zu sehen ist, verstehe ich heute viele Menschen besser. Ich weiss, was im Leben wirklich schön ist und geniesse die Zeiten, in denen es gut geht, so wie jetzt.

Andreas Walter:

Im Moment habe ich Boden unter den Füssen. Das war nicht immer der Fall. Damals, als es plötzlich nicht mehr ging und bei mir eine Schizophrenie diagnostiziert wurde, war ich 17 Jahre alt und in der Lehre. Ich musste damals für mehr als ein halbes Jahr ins Kinderspital. Am Anfang war es sehr schwierig, die Medikamente richtig einzustellen. Als ich 18 war, wurde mir rückwirkend eine Invalidenrente zugesprochen. Wenn es mir schlecht ging, hatte ich eine ganz andere Wahrnehmung und ein verzerrtes Weltbild. Es hat einfach mit mir gemacht.

Nadine Walter:

Du warst manchmal im Inneren wie auf einem anderen Planeten. Einmal hast du uns nicht mehr erkannt. Du wusstest nicht, dass wir deine Familie sind. Damals hast du auch nichts mehr gegessen.

Andreas Walter:

Ja, ich habe damals mitbekommen, was geschah, wie man mit mir sprach, was man zu mir sagte. Ich konnte mich einfach nicht mehr ausdrücken. Die Erfahrungen halfen mir später dabei, unsere Grossmutter zu verstehen, als sie dement wurde. Meine Krankheit hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, dass wir Verständnis füreinander haben und uns immer wieder bemühen, einander zu verstehen.
Nadine Walter: Manchmal hat mich das sehr viel Geduld gekostet. Ich kann sagen, dass ich Andreas besser kenne als meine eigene Hosentasche. Ich
kann immer spüren, wie es ihm geht. Manchmal kann sich das innerhalb von Minuten ändern. An einem gemütlichen Abend mit Freunden verlässt er manchmal abrupt die Runde. Oder er sitzt zu Hause am Tisch und sagt plötzlich gar nichts mehr. Dann will er nicht reden und verschwindet. In solchen
Situationen bleibe ich dran, frage ihn, was ihn bedrückt, was los ist, manchmal eine ganze Stunde lang.

Andreas Walter:

Ein Gespräch hilft mir oft, die Dinge zu relativieren. Ein offenes Ohr ist wie ein Ventil. So kann ich die Spannung abbauen, das ist Gold wert. Manchmal ist aber auch der Rückzug für mich sehr wichtig. Angehörige wollen oft helfen und etwas tun. Aber in manchen Momenten kann man machen, was man will, es hilft nicht. Manchmal werde ich auch überschätzt. Die Leute fragen mich dann: Was fehlt Ihnen denn? Wieso brauchen Sie diese Unterstützung? Denn selbst wenn es mir ganz schlecht geht, sieht man mir das nicht an. In der Öffentlichkeit reisse ich mich sehr zusammen. Das kostet so viel Energie.

Nadine Walter:

Erst zu Hause, wenn du dich sicher fühlst, sehen wir, wie es dir wirklich geht. Wir wissen, dass du manchmal daran gedacht hast, dir
das Leben zu nehmen. Für Aussenstehende ist es schwer zu verstehen, was das bedeutet. Einmal hast du dich während einem stationären Aufenthalt
in den Raum der Stille zurückgezogen und wir konnten dich nicht mehr finden. Wir gerieten in Panik und waren völlig «näb de Schue». Wenn so etwas passiert, kann man nicht mehr klar denken.

Andreas Walter:

Aber seit meinem letzten Aufenthalt in der Notfall- und Krisenambulanz Solothurn geht es mir viel besser. Meine Bezugsperson hat viel dazu beigetragen. Sie konnte mir alles bildlich erklären, dass es mir so klar wie ein Gletschersee wurde, was ich zu tun habe. Ich übe zum Beispiel, die ersten Anzeichen besser zu spüren und dann auch Stopp zu sagen.

Nadine Walter:

Andreas ist so ein liebenswürdiger und gutmütiger Mensch. Man schliesst ihn sofort ins Herz. Und es ist so schön, so einen Menschen als Bruder zu haben. Er würde nie jemandem etwas tun, wurde auch in schlechten Zeiten nie aggressiv. Aber es gibt auch Menschen, die das ausnutzen.

Andreas Walter:

Es hilft mir extrem, dass ich so ein tolles Umfeld habe. Wenn verschiedene Leute alle dasselbe sagen, weiss ich, aha, da muss ich aufpassen. Auf dem Bauernhof, wo ich seit fünf Jahren bei einer Gastfamilie wohne, erhalte ich viel Unterstützung. Auch die anderen Bewohner helfen mir, Dinge besser zu verstehen. Seit zwei Jahren arbeite ich zu hundert Prozent in der Gastronomie in einem geschützten Arbeitsverhältnis. Die Tatsache, dass ich nur wenige Absenzen habe, zeigt mir, wie gut es mir geht. Ich bin auf einem guten Weg.


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Notfall mit Kindern

Rettungswagen fährt mit Blaulicht

KINDERMEDIZIN

Notfall mit Kindern

Der Kanton Solothurn verfügt über kein Kinderspital. Doch mit den beiden Kinderarztpraxen im Kantonsspital Olten und Bürgerspital Solothurn und der Zusammenarbeit mit den Kinderspitälern in Aarau, Basel und Biel ist die notfallärztliche Versorgung von Kindern und Jugendlichen gewährleistet.

Wie vorgehen bei einem nicht lebensbedrohlichen Notfall bei Kindern und Jugendlichen?

Grundsätzlich ist für alle kindermedizinischen Fragen Ihre Kinderärztin oder Ihr Kinderarzt zuständig. Ausserhalb der Praxiszeiten nachts und am Wochenende können Sie sich auch an die kindermedizinische Hotline des Kantons Solothurn wenden. Dort erhalten Sie24 Stunden, sieben Tage die Woche professionelle medizinische Auskunft.

24h-Hotline Kindermedizinische Beratung im Kanton Solothurn

Telefon 0900 627 321
Für Prepaid-Kunden 0900 627 322
Kosten: 2 Franken pro Minute

Gruppenpraxis für Kinder und Jugendliche Solothurn

Schöngrünstrasse 42
4500 Solothurn
Telefon 032 627 37 77
www.gruprax.ch
E-Mail: info@gruprax.ch

Kinderarztpraxis Olten – Praxis für Kinder- und Jugendmedizin

Fährweg 10
4600 Olten
Telefon 062 206 15 15
www.kinderarztpraxis-olten.ch

Kinderärztlicher Notfalldienst:

T 0848 112 112
Tagsüber von 8 bis 20 Uhr steht in Ihrer Region immer eine Kinderärztin oder ein Kinderarzt zur Verfügung. Unter dieser Telefonnummer erhalten Sie Auskunft, welche Ärzte Notfalldienst ausserhalb dieser Zeiten leisten.

Psychiatrischer Notfalldienst der Solothurner Spitäler für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre

• Solothurn und Grenchen: Telefon 032 627 17 00
• Olten und Balsthal: Telefon 032 627 18 50

Bei lebensbedrohlichen Notfällen immer die Notrufnummer 144 wählen!


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Vernetzte Zusammenarbeit

DIE NOTFALLSTATION DORNACH IN ACHT PUNKTEN ERKLÄRT

Vernetzte Zusammenarbeit

Auf der Notfallstation werden rund um die Uhr sieben Tage die Woche Patientinnen und Patienten mit allen möglichen Erkrankungen oder Verletzungen behandelt. Dazu braucht es klare Prozesse und eine vernetzte Zusammenarbeit. «Thema» nimmt Sie mit auf einen Rundgang durch die Notfallstation im Spital Dornach.

1

Der Empfang

Wer in der Lage ist, den Notfall selbst aufzusuchen, kann sich über eine Gegensprechanlage bemerkbar machen und wird am Eingang abgeholt. Von hier aus geht es direkt in die Patientenaufnahme zur Erfassung der wichtigsten Personendaten oder in dringlichen Fällen gleich zur medizinischen Behandlung. Im angrenzenden Raum findet danach die Triage statt. Hier wird festgestellt, welche Behandlungsschritte mit welcher Dringlichkeit notwendig sind. Während sich im Spital Dornach etwa 60 % der Patienten selbst einweisen, werden weitere 25 % von einem externen Arzt zugewiesen. 15 % werden durch den Rettungsdienst in die Notfallstation gebracht. «Falls jemand noch Zeit hat, ist es für uns sehr hilfreich, wenn die Medikamentenliste und die Krankenkassenkarte mitgebracht werden. Es kommt aber auch vor, dass wir namenlose Patienten behandeln, die sich nicht identifizieren können», sagt Dr. med. Tobias Hoffmann, Leitender Arzt der Notfallstation Dornach.

2

Die Vorabklärung mit der Triage

Damit jeder Patient so schnell wie möglich optimal behandelt werden kann, wird ein bewährtes System, die Triage, angewendet. Die Triage erhöht die Effizienz deutlich, denn sie unterteilt die notwendigen Behandlungen und Abklärungen in ein der Triage entschieden wird, wem wann welche Behandlung zuteilwerden soll, kann sichergestellt werden, dass die Ressourcen bestmöglich eingesetzt werden. Die Notfallstationen der Solothurner Spitäler verwenden dazu den Emergency Severity Index ESI. Speziell dafür ausgebildete Pflegefachpersonen beurteilen anhand von einem Fragenkatalog den Gesundheitszustand des Patienten und teilen ihn in eine Kategorie zwischen ESI 1 bis ESI 5 ein. Spitäler haben eine Aufnahmepflicht. Ralf Kühn, Leiter Pflege der Notfallstation Dornach, erklärt: «Der Patient entscheidet, ob es ein Notfall ist oder nicht. Die Behandlungsdringlichkeit wird dann von den Spezialisten festgelegt.» Patienten der Kategorie 1 benötigen lebensrettende Sofortmassnahmen. In die Kategorie 5 eingeteilt werden Patienten, die beispielsweise einen Wundverband oder ein Rezept benötigen.

3

Fast Track oder Notfallkoje?

Wer auf der ESI Skala mit vier oder fünf eingestuft wurde, kann ab 2022 in einem der vier neu gebauten Fast Track Behandlungsräume versorgt werden. Diese sind ausgerüstet wie ein Behandlungszimmer einer Hausarztpraxis. Hier können viele einfache Massnahmen rasch und rund um die Uhr durchgeführt werden. Die schwereren Fälle werden auf eine von sechs Notfallkojen verlegt. Nebst den Notfallärzten können bei Bedarf jederzeit spezialisierte Ärzte aus den Bereichen der Allgemeinen Inneren Medizin und Chirurgie, der Traumatologie, Radiologie, Urologie, Onkologie, Hämatologie, Wirbelsäulenchirurgie, Pneumologie, Endokrinologie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, der Psychiatrie oder der Orthopädie hinzugezogen werden. Dank mobiler Stationen für Gips, Wundversorgung, Ultraschall und Reanimation können alle Behandlungen in jeder Notfallkoje durchgeführt werden. Patienten der ESI Stufe 1, die akut lebensbedrohlich verletzt oder erkrankt sind, werden primär auf der Notfallstation Dornach stabilisiert und anschliessend meistens an ein Zentrumsspital weiterverlegt.

4

Der Stützpunkt

Nach dem Umbau des Notfalls in diesem Jahr werden die Räumlichkeiten offener, die Verbindungen direkter. Ein Kernstück davon bildet eine lange Theke im Eingangsbereich. Dahinter befindet sich neu der Stützpunkt, in dem alle Fäden zusammenlaufen. Ein Dispositions-Tool zeigt an, welche Patienten aktuell betreut werden, welcher ESI Stufe sie zugeordnet wurden, welche Fachgebiete einbezogen sind, wer für sie zuständig ist und welche Massnahmen ergriffen wurden und noch anstehen. Über Monitore werden ausserdem aus den Notfallkojen Vitaldaten übermittelt wie Herzrhythmus, Blutdruck, Sauerstoffsättigung des Hämoglobins oder Körpertemperatur. So kann das Notfallteam auf Auffälligkeiten sofort reagieren und immer im Blick behalten, wie sich der Gesundheitszustand aller Patienten entwickelt. Das erleichtert auch die unmittelbare Planung von Bettenbelegung und Personaleinsatz. «Die Arbeit auf dem Notfall ist keine gerade Strasse sondern eine Berg- und Talfahrt.», sagt Ralf Kühn. «Die Intensität des Tages schwankt zwischen 70 % und dann gefühlt über 100 %, aber das ist das spannende, jeder Tag ist anders, die Karten werden immer wieder neu gemischt.»

5

Die Wartezeiten

«Unser Anliegen ist es, dass wir alle Patienten möglichst rasch behandeln und aus der Notfallstation wieder entlassen können. Die durchschnittliche Gesamtaufenthaltszeit beträgt im Moment bei uns zwei Stunden», sagt Tobias Hoffmann. Wartezeiten lassen sich jedoch nicht vermeiden, denn eine Notfallstation ohne Wartezeiten ist genauso überdimensioniert wie ein Bus, in dem Sie zu jeder Tageszeit einen Sitzplatz finden. Dass die Wartenden in der Reihenfolge der Dringlichkeit und nicht in der Reihenfolge der Ankunft behandelt werden, ist ein häufiger Grund für Irritationen. «Wenn Patienten ungeduldig sind oder sogar fordernd werden, bringt das Unruhe in den Betrieb, macht aber nicht, dass es schneller geht», sagt Ralf Kühn. «Die allermeisten Patienten haben jedoch Verständnis und dafür sind wir immer dankbar.»

6

Die Besprechung

Im Stützpunkt findet auch die Besprechung, das sogenannte Huddle statt, bei dem das gesamte Notfallteam zusammenkommt und sich über die laufenden Fälle und die bevorstehenden Herausforderungen austauscht. Als Tobias Hoffmann, leitender Arzt, erklärt, dass solche Huddles alle drei Stunden stattfinden, meint eine Assistenzärztin: «Ja schön wärs», und fröhliches Gelächter bricht aus. Auf der Notfallstation muss es manchmal unglaublich schnell gehen und es passiert immer wieder, dass Abläufe nicht plangemäss stattfinden können. Aber das schweisst das Team zusammen und macht offensichtlich auch Spass. «Die Hierarchien sind flach auf dem Notfall. Wenn es sehr schnell gehen muss, arbeitet man Hand in Hand gemäss eingeübtem Ablauf ohne Zwischenbesprechungen. So arbeitet die Pflege beispielsweise in der Analgesie (Behandlung von Schmerzen, Anm. d. Red.) autonom», sagt Tobias Hoffmann.

7

Neue Möglichkeiten

«In die Notfallstation kommen Menschen mit den verschiedensten Beschwerden, Hintergründen und Lebensgeschichten. Wir nehmen sie auf und dann öffnet sich ein Trichter in alle weiteren medizinischen Fachgebiete» sagt Tobias Hoffmann. In vielen Fällen braucht es für eine genaue Diagnose die Radiologie, deshalb gibt es ab 2022 in Dornach eine Notfall-Röntgenstation. Sie befindet sich hinter den Kojen und ist von dort über einen kurzen Gang erreichbar. Nach dem Umbau ermöglicht zudem eine Rohrpost, dass Blutproben per Luftdruck in den zweiten Stock ins Labor geschickt werden. So können beispielsweise in der Behandlung von lebensbedrohlichen Symptomen wichtige Sekunden gewonnen werden. Neu wird auch die Apotheke mit dem Materiallager direkt hinter dem Stützpunkt zentral platziert sein.

8

Der Job

Notfallmedizin ist ein Querschnittsfach, welches auf der engen Zusammenarbeit mit verschiedenen Berufsgruppen und medizinischen Disziplinen basiert. Die Arbeit ist deshalb abwechslungsreich wie kaum eine andere und die einzelnen Fachpersonen haben weitreichende Kompetenzen. Gleichzeitig ist die Arbeit herausfordernd und hektisch und verlangt viel Flexibilität und Belastbarkeit. Die Arbeitszeiten werden auch in Zukunft immer stärker angepasst an den Bedarf. «Die Erfahrung zeigt, dass die Betriebsunfälle in den Firmen entweder ganz am Anfang oder kurz vor Schluss passieren», sagt der Leiter der Pflege, Ralf Kühn. So ergibt sich an einem durchschnittlichen Tag auf dem Notfall Dornach ein Belastungshöhepunkt ab 10 Uhr und ab 17 Uhr. Nach 20 Uhr wird es meist wieder ruhiger. Eine weitere Besonderheit ist, dass das Team im Notfall in vielen Fällen kaum Vorinformationen der Patientin oder des Patienten hat. Im Verlauf der Behandlung setzt sich anhand von Patientenaussagen, körperlichen Anzeichen oder Hinweisen von Angehörigen langsam ein Puzzle zusammen, bis genügend Teile vorhanden sind, dass der Fall in die Hände von Fachspezialisten weitergegeben werden kann. «Es hat etwas von Detektivarbeit, wenn das Notfallteam so schnell wie möglich versucht herauszufinden, welche medizinischen Probleme vorliegen», erklärt Ralf Kühn. «Das erfordert grosse Erfahrung, hohe Sozialkompetenz, aber auch die entsprechenden Zusatzausbildungen sind anspruchsvoll», meint Tobias Hoffmann. Bei den Ärztinnen und Ärzten gibt es einen Fähigkeitsausweis der Schweizerischen Gesellschaft für Notfall- und Rettungsmedizin SGNOR. Diplomierte Expertinnen und Experten Notfallpflege haben nebst ihrer Pflegeausbildung das Nachdiplomstudium Notfallpflege absolviert.


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Melihate Hetemi lächelt in die Kamera

Man weiss nie, was als nächstes kommt

Melihate Hetemi lächelt in die Kamera

AUF DER NOTFALLSTATION DES SPITALS DORNACH

Man weiss nie, was als nächstes kommt

Menschen mit starken Schmerzen, Erbrechen, Schwäche oder Druck auf der Brust suchen in dieser Nacht die Notaufnahme auf. Die Herausforderungen sind aber auch das, was diese Arbeit so spannend macht.

Montagnacht, Ende September 2021, Notfallstation Spital Dornach. Schon an der Atmosphäre merkt die stellvertretende Leiterin Pflege Notfall, Melihate Hetemi, dass heute ein ruhiger Tag war und im Notfall noch einige Betten frei sind.

22.25 Uhr

Im Kleiderlager im Untergeschoss bezieht das Personal die Spitalkleidung für diese Schicht. In neutraler, weisser Kleidung betritt Melihate Hetemi den Stützpunkt. Gemeinsam mit ihr ist Assistenzärztin Janine Lindtke im Einsatz. Heute ist auch Noe Steslowicz zur Stelle. Er ist einer von elf Medizinstudierenden, die seit Januar die Nachtschicht unterstützen. Der Aufwand, den die Massnahmen zur Bekämpfung von Covid-19 mit sich bringt, ist zu zweit in einer hektischen Nacht kaum zu bewältigen und der Einsatz wird sehr geschätzt.

22.30 Uhr

Die Spätschicht, seit halb drei Uhr nachmittags im Einsatz, übergibt an die Nachtschicht. Zu allen Personen, die jetzt im Notfall sind, gibt es einen kurzen Statusbericht mit wichtigen Hintergrundinformationen. Von einer Patientin weiss man, dass sie ein kleines Kind hat. Die Betreuungslösung sei aber nicht ideal. Sie will so schnell wie möglich nach Hause. Eine andere Patientin konnte nicht genau sagen, welche Medikamente sie eingenommen hat. Man wartet auf ein Foto, das ihre Tochter von der Hausapotheke machen will.

22.35 Uhr

Melihate Hetemi macht einen Rundgang durch die Notfallkojen und stellt sich allen Patientinnen und Patienten kurz vor. Sie fragt, wie es ihnen geht, ob sie etwas brauchen. Eine Person möchte etwas trinken, jemand muss zur Toilette. Sie wird gefragt, wie lange man noch warten müsse. «Wir geben unser Bestes. Wie lange es genau dauern wird, kann ich wirklich nicht sagen. Das ist schwierig abzuschätzen.» Sie steckt mit ihrem Lachen die Menschen an, die teilweise Schmerzen haben, besorgt oder gestresst sind.

Ein Gerät misst den Puls des Patienten

23.25 Uhr

Ein älterer Herr, der mit akuten Schmerzen im Brustbereich eingeliefert worden war, kann vom Notfall auf die Intermediate Care Station verlegt werden, wird also intensivmedizinisch betreut. Er hat bereits zwei Herzinfarkte erlitten und soll weiterhin kontinuierlich überwacht werden, ohne dass man ihn dabei weckt. Sein mobiler Monitor bleibt während des Transports angeschlossen. So behält die Pflege seine Vitaldaten auch unterwegs stets im Auge. Der Blutdruck ist wieder im normalen Bereich, sein Zustand ist stabil und die Werte sehen gut aus.

23.43 Uhr

Eine Dame im höheren Alter ist zu Hause gestürzt und konnte nicht mehr alleine aufstehen. Die Polizei hat die Tür geöffnet und die Rettungssanität brachte sie in den Notfall. Bei einem sogenannten «log roll» führte das Team eine achsstabilisierte Drehung auf die Seite durch und die Assistenzärztin tastete die Wirbelsäule ab. Dabei tat der Patientin nichts weh. Zur weiteren Abklärung möglicher Sturzfolgen wird ein Schichtröntgen mit dem Computertomografie-Gerät empfohlen.

0.25 Uhr

Eine junge Frau kann mit einem stabilisierenden Salbenverband und Schmerzmitteln entlassen werden. Auch mithilfe einer Computertomografie konnte kein Bruch gefunden werden. «Wenn Sie zu Hause den Verband neu machen, streichen Sie die Salbe wie Butter aufs Brot, es darf eine Schicht unter dem Verband bleiben» erklärt Melihate Hetemi.

Mit einem Messgerät werden die Vitalwerte kontrolliert

1.15 Uhr

Roberto Picallo schaut vorbei, um zu sehen, was ihn heute Abend in der Radiologie noch erwarten könnte. Wenn ein Röntgen oder eine Computertomografie notwendig werden, führt er diese durch. Die Bilder werden während der Nacht in Basel von Spezialisten ausgewertet. Da es im Moment ruhig ist, wird er sich im Piquettzimmer für ein paar Stunden hinlegen. Heute wird ihn Janine Lindtke jedoch um kurz nach drei Uhr wieder wecken müssen.

1.29 Uhr

Eine Pflegefachfrau ruft aus der Abteilung E an. Eine Patientin hat blutig erbrochen. Die Assistenzärztin geht vorbei und prüft, welche Massnahmen sinnvoll sind.

1.40 Uhr

Die Auswertung der Computertomografie für die ältere Patientin ist eingetroffen. Es wurde eine Wirbelsäulenfraktur festgestellt. Offen bleibt, ob es ein älterer oder ein neuer Bruch ist. Janine Lindtke prüft erneut die Reflexe in Beinen und Füssen. Die Ergebnisse der Tests sind erfreulich, Reflexe und Mobilität sind gegeben. Die ältere Dame kann in die Chirurgie-Abteilung verlegt werden.

2.10 Uhr

Die stellvertretende Leiterin Pflege Notfall Melihate Hetemi und Medizinstudent Noe Steslowicz essen etwas, während die diensthabende Assistenzärztin Janine Lindtke sich um eingehende Anrufe und hausinterne medizinische Anfragen kümmert. Man stellt fest, dass die auf die Jahreszeiten abgestimmte Dekoration den Leuten fehlt. Es ist nicht das einzige, auf das aus Pandemiegründen verzichtet werden muss. Wenn die Pflegefachleute mit dem Handrücken die Temperatur eines Patienten einschätzen oder kurz sein Handgelenk drücken, atmen die Personen sofort ruhiger und entspannen sich ein bisschen. Die derzeit notwendige Distanz erschwert die wichtige Aufgabe, den Patienten Sicherheit zu geben und sie zu beruhigen.

Junge Frau wird im Rollstuhl in den Notfall gebracht

2.33 Uhr

Die Werte beim älteren Patienten bleiben erfreulich. Er wird am darauffolgenden Tag nach Hause gehen können, wenn sein Gesundheitszustand weiterhin so gut bleibt. Plötzlich klingelt das Telefon. Eine Frau kündigt an, dass sie vorbeikommen wird, da sie seit Tagen immer wieder erbrechen muss.

3.05 Uhr

Ein älterer Herr bringt, wie bereits telefonisch angekündigt, seine Frau in den Notfall. Beim Eintreten erhält sie eine Maske, desinfiziert sich die Hände und ihr Impfstatus wird abgefragt. Dann darf sie im Rollstuhl direkt in die Koje, wo sie an den mobilen Monitor kommt zur Überwachung ihrer Vitalwerte. Auch ein EKG wird gemacht. Danach nimmt Melihate Hetemi Blut ab und verabreicht über eine Infusion ein Medikament gegen Übelkeit. Erst danach werden die Formalitäten erledigt. Dank der Krankenkassenkarte ist das schnell gemacht.

3.17 Uhr

Der Patient auf der Station E erbricht zum zweiten Mal blutig. Sein Hämoglobinwert ist um 20 abgefallen und die Assistenzärztin untersucht ihn erneut. In Absprache mit dem Kaderarzt im Piquettdienst ordnet sie nun eine Computertomografie für Abdomen und Becken an. Danach wird es ruhig.

6.35 Uhr

Ein junger Mann meldet sich an. Trotz einer Verletzung vom Vortag wollte er heute arbeiten, aber die Schmerzen an der Hand waren zu stark. Dieser Fall bestätigt die Erfahrungswerte am Notfall, die zeigen, dass sich Eintritte morgens bei Arbeitsbeginn und um den Feierabend herum häufen. Im Röntgenbild ist kein Bruch nachweisbar. Die Tagschicht wird ihn mit stärkeren Schmerzmitteln und einem Salbenverband bald wieder entlassen können.

Aufnahmepflicht

Die Solothurner Spitäler haben einen Notfallversorgungsauftrag. Sie sind damit verpflichtet, Patientinnen und Patienten an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr aufzunehmen. Bei jedem notfallmässigen Eintritt eines Patienten muss dabei die ärztliche Versorgung sichergestellt sein. Notfallstationen spielen eine zentrale und wichtige Rolle im Schweizer Gesundheitssystem.

 

Mehr zu den Notfallstationen der Solothurner Spitäler erfahren


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Wenn Sie die Notfallstation eines Spitals aufsuchen

Wenn Sie die Notfallstation eines Spitals aufsuchen

  • Unser Ziel ist es, jede Patientin, jeden Patienten so rasch wie möglich zu behandeln. Die Reihenfolge der Behandlungen erfolgt jedoch nach der Dringlichkeit. Personen etwa, die ein lebensbedrohliches medizinisches Problem haben, werden stets als erste behandelt.
  • Bringen Sie nach Möglichkeit Folgendes mit: Krankenkassenkarte, Medikamentenliste, Arztberichte, allenfalls Hygieneartikel, Ladegeräte, Kleider.
  • Bitte schildern Sie auf Nachfrage Ihr Leiden oder Ihren Unfall möglichst exakt und klar. Scheuen Sie nicht, Fragen zu stellen, sollte Ihnen etwas unklar sein.
  • Melden Sie sich bitte unverzüglich beim Personal, wenn sich während des Wartens Ihr Zustand verschlechtert.
  • Für fremdsprachige Patientinnen und Patienten ist es von Vorteil, eine übersetzende Person mitzunehmen. Das Personal kann auch einen Übersetzungsdienst aufbieten.
  • Bitte beschränken Sie Besuche oder Begleitungen auf eine Person. Es gelten stets die aktuellen Regeln bezüglich den Pandemiemassnahmen.


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Sacha De Carlo steht vor seinem Bike

Eine Zeit des Wandels

WEG MIT DEM ÜBERGEWICHT

Eine Zeit des Wandels

Sacha De Carlo unterzog sich im November 2019 einer Bariatrischen Operation am Kantonsspital Olten. Es war der Startschuss in ein neues, gesundes Leben.

«Ich bin bald 47 Jahre alt, aber so viele Veränderungen wie in den letzten zwei Jahren hätte ich nie erwartet. In Erinnerung bleibt sicherlich die Covid-19-Pandemie. Sie brachte viele Veränderungen im Privat- und Berufsleben mit sich, glücklicherweise nicht nur schlechte. Ich konnte dank Homeoffice flexibler arbeiten und hatte so mehr Zeit, um mich auf meine Gesundheit zu fokussieren.
Auch im Privaten war 2020 ein Jahr des Wandels für mich. Ich verlor 50 Kilogramm Gewicht. Diese physische Veränderung hatte viele positive Aspekte: zum Beispiel die Chance, Teil des siegreichen Bike2Work-Teams meiner Firma zu sein. Aber ich war auch ganz generell physisch aktiver und erfreute mich am Mountainbike- oder Rennvelofahren sowie Wandern in den Solothurner oder Tessiner Bergen.

Wie ich das geschafft habe? Alles begann 2018 im Stoffwechselszentrum des Kantonsspitals Olten. Ich war zu schwer und nicht gesund. Mein BMI lag zu diesem Zeitpunkt über 40.
Zuerst musste ich abnehmen. Was einfach klingt, ist trotz Ernährungsberatung und Diät nicht einfach zu erreichen. Ich habe zu wenig abgenommen und eine zweite Diät begonnen. Doch wegen erhöhtem Blutdruck und schlechter Leberwerte reichte auch das nicht aus. So habe ich mit Herrn Dr. Pfefferkorn die Bariatrischen Operationsverfahren diskutiert. Die Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen, aber ich bin froh, dass ich diese Chance ergriffen habe. Nach einer sechsmonatigen Vorbereitungsphase haben wir das Operationsdatum auf den 19. November 2019 festgelegt. An diesem Tag wurden 80 Prozent meines Magens und meine Gallenblase entfernt.

Neunzehn Monate nach dem Eingriff bereue ich einzig, dass ich mich nicht früher zu diesem Schritt entschlossen habe. Dank der sehr guten Beratung habe ich alles neu gelernt: gesund kochen, Kalorien berechnen, langsam essen und sehr viel Sport machen. Seit einem Jahr ist mein Gewicht stabil, mein Blutdruck perfekt. Ich bin wieder gesund und kann problemlos weite Strecken mit dem Rennvelo oder Mountainbike zurücklegen, zum Beispiel von Lostorf auf die Belchenflue und retour. All diese Aktivitäten schaffe ich, ohne immer müde zu sein oder keine Kraft wegen Adipositas zu haben. Das ist wahre Lebensqualität.

Ich bin dem ganzen Team des Kantonsspital Olten sehr dankbar. Dass sie mich bei meinem Weg zurück zu meinem gesunden Ich unterstützt haben, werde ich nie vergessen.»

Sacha De Carlo mit seinem Bike beim Schloss Wartenfels
Selfie von Sacha De Carlo

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Der lange Weg zurück

LONG-COVID

Der lange Weg zurück

Rund zehn Prozent aller Covid-19-Erkrankten leiden unter Langzeitfolgen. Weshalb, ist unklar. Was man aber weiss: Die allermeisten Patientinnen und Patienten erholen sich. Es braucht aber Geduld. Viel Geduld.

Manche können keine zehn Treppenstufen mehr hochgehen und sind vor der Erkrankung Mara­thondistanzen gelaufen. Andere leiden unter Kopfschmerzen, starker Müdigkeit, Atemnot, Muskelschmerzen, Herzrasen oder können sich kaum mehr konzentrieren. Vor der Corona-Infektion aber waren sie vital und leistungsfähig. «Long-Covid-Patienten stellen die Wissenschaft aktuell immer noch vor Rätsel», sagt Dr. med. Marc Maurer, Leitender Arzt Pneumologie am Kantonsspital Olten. Der Lungenarzt und sein Team betreuen Patientinnen und Patienten mit Spätfolgen der Covid-Erkrankung in Zusammenarbeit mit der Neurologie und der Infektiologie.

Organschäden sind sehr selten

Long-Covid-Patienten sind zwischen 30 und 80 Jahre alt, Frauen sind in der Tendenz etwas häufiger betroffen als Männer. Aber das seien Beobachtungen und keine wissenschaftlichen Fakten, so Maurer. Wenn seine Patienten zur Messung der körperlichen Leistung auf den Hometrainer steigen, «können wir klar dokumentieren, dass die Lunge zwar funktioniert, die Leistungsfähigkeit insgesamt aber massiv eingeschränkt ist.» Das liegt nicht an der Motivation oder an Organschäden, sondern daran, dass das gesamte Zusammenspiel von Herz, Lunge, Muskulatur und Gefässen nicht mehr funktioniere. «Corona kann zu einer Entzündung im gesamten Körper führen und so auch verschiedene Organe betreffen.»

Was ist Long-Covid

Medizinisch spricht man von einem Post-Covid-Syndrom, der Begriff Long-Covid etabliert sich jedoch immer mehr. Als Long-Covid-Patienten gelten Personen, bei denen die Symptome länger als 12 Wochen andauern, die unter Kurzatmigkeit, dem Müdigkeitssyndrom Fatigue, Stress, Konzentra­tionsstörungen, Brustschmerzen oder anderen Folgen der Infektion leiden. Am häufigsten treten die Symptome Müdigkeit und Kurzatmigkeit auf. Von Long-Covid-Symptomen können alle Menschen betroffen sein, jung, alt, Leistungssportlerinnen oder auch Menschen mit Vorerkrankungen. Tendenziell sind eher Menschen betroffen, die einen schweren Erkrankungsverlauf durch­gemacht hatten. Man schätzt aber auch, dass 10 bis 20 Prozent der Patienten, bei denen die Coronainfektion keine Symptome auslöste, Long-Covid-Folgen haben können.

Patienten in allen Bereichen aufbauen

Long-Covid-Patienten fallen mental oft in ein Loch, da zwischen dem, was sie erwarten und dem, was passiert, eine grosse Diskrepanz besteht. «Nach einer schweren Erkältung ist man ja meistens noch ein, zwei Wochen nicht so fit, merkt jedoch sehr rasch, wie die Form Tag für Tag wieder zurückkommt. Bei Long-Covid hingegen gehts einfach nicht mehr bergauf.» Das verunsichere viele, so Marc Maurer.

Die Therapie bei Long-Covid-Symptomen ist zwar simpel, erfordert aber Willen und Disziplin. «Es ist sehr wichtig, dass trotz Erschöpfung und Müdigkeit der Organismus stetig gefordert, jedoch nicht überfordert wird», so der Lungenfacharzt. Deshalb würde er mit den Patientinnen und Patienten kleine Ziele formulieren, damit sie motiviert bleiben.

Am Kantonsspital Olten und am Bürgerspital Solothurn gibt es seit ein paar Monaten auch Gruppentherapien, in denen Long-Covid-Patienten gemeinsam trainieren (siehe Kasten). «Bei Long-Covid arbeiten wir viel auf der Metaebene: Training, Support, Motivation. Als Arzt hätte ich zwar lieber wissenschaftlich gesicherte Fakten, die es aber noch nicht gibt.» Die Resultate der Therapie, betont Marc Maurer, seien deshalb aber nicht weniger gut. Wenn die Patientinnen und Patienten nach langer Zeit ihre Form wieder zurückerhalten, so geschieht diese Rückkehr zur Normalität langsam, eher schleichend. Der Wow-Effekt bleibt dabei aus, es sei vielmehr ein fliessender Prozess.

Was tun bei Long-Covid?

Am Kantonsspital Olten und am Bürgerspital Solothurn gibt es neu für Patientinnen und Patienten, die unter Long-Covid-Symptomen leiden, interdisziplinäre Sprechstunden und Gruppenangebote.
Folgende Punkte stehen im Zentrum der Angebote:

  • Abklärung, ob andere Erkrankungen die Symptome verursachen
  • Erarbeiten von Selbstmanagement-Strategien im Umgang mit Atemnot, Schmerzen und Erschöpfung
  • Verbesserung der körperlichen Belastbarkeit
  • Austausch zu Bewältigungsstrategien in der Gruppe

Informationen Post-Covid-Gruppen

Kantonsspital Olten (KSO)
Pneumologie
T 062 311 43 46, pneumologie.kso@spital.so.ch
Broschüre

Bürgerspital Solothurn (BSS)
Physiotherapie
T 032 627 41 41, physiotherapie.bss@spital.so.ch
Broschüre


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Die vier Beleghebammen gehen nebeneinander her

Individuell und mit viel Zeit begleitet

NEUES ANGEBOT AM KANTONSSPITAL OLTEN

Individuell und mit viel Zeit begleitet

Werdenden Eltern steht am Kantonsspital Olten neu ein weiteres Geburtsmodell zur Verfügung: die Beleghebammengeburt mit den Beleghebammen Olten.

In der Frauenklinik am Kantonsspital Olten gestalten werdende Eltern die Geburt nach ihren Vorstellungen. Bei den Geburtsmodellen konnten sie sich bisher zwischen der klassischen Arzt-Hebammen-Geburt und der Hebammengeburt entscheiden. Bei ersterem wird die schwangere Frau während der gesamten Geburtsdauer von einer Hebamme betreut. Bei Bedarf kommt eine Ärztin hinzu. In der letzten Phase der Geburt sind beide, Hebamme und Ärztin, unterstützend da. Wenn die Schwangerschaft komplikationslos verlaufen ist und keine Risiken bestehen, kann sich das Eltern werdende Paar auch für die Hebammengeburt entscheiden. So findet die Geburt im intimen Rahmen ohne ärztliche Betreuung statt. Gleichzeitig bietet das Spital die Sicherheit, bei Bedarf einen Arzt hinzuziehen.

Beleghebammengeburt rundet das Angebot ab

Mit der Beleghebammengeburt steht ein weiteres Angebot zur Verfügung, welches sich grosser Nachfrage erfreut. Denn viele werdende Eltern wünschen sich eine vertraute Person, die sie bereits während der Schwangerschaft begleitet. Genau das erfüllen die selbständigen, mit dem Kantonsspital Olten kooperierenden Beleghebammen Olten. Sie begleiten die schwangere Frau von der Schwangerschaft bis zum Wochenbett. Beantworten Fragen, koordinieren Termine und fangen so die Ängste und Sorgen der werdenden Familie auf. Diese persönliche und kontinuierliche Betreuung schafft Vertrauen.

Hohe Betreuungsqualität gewährleistet

Jeweils eine der vier Frauen ist die Haupthebamme und Bezugsperson in der Schwangerschaft. Sie begleitet nach Möglichkeit die Familie auch nach der Geburt zu Hause im Wochenbett. Damit zu allen vier Beleghebammen eine Vertrauensbasis aufgebaut werden kann, finden die Schwangerschaftskontrollen abwechselnd statt. Den Bereitschaftsdienst teilen sie sich auf und bei längeren Geburtsverläufen lösen sie sich gegenseitig ab. Damit ist eine hohe Betreuungsqualität gewährleistet. Die Geburt findet immer im Spital statt, auf Wunsch mit oder ohne ärztliche Unterstützung. Bei plötzlichen Problemen oder auch bei einer Risikoschwangerschaft ist immer ein Facharzt zur Stelle.

Die vier Beleghebammen gehen nebeneinander her
v.l.n.r.: Evelyn Thomet, Anna Schulte, Stephanie Fiechter und Nina Husi

Eingespieltes Team mit viel Erfahrung

Anna Schulte, Evelyn Thomet, Nina Husi und Stephanie Fiechter bilden zusammen das Team von Beleghebammen Olten. Aus ihrer langjährigen Tätigkeit als Hebammen der Solothurner Spitäler AG bringen sie grosse Erfahrung mit. Sie sind mit den Betreuungs- und Behandlungsprozessen bestens vertraut und die Zusammenarbeit mit den angestellten Hebammen, Ärztinnen und Ärzten sowie Pflegenden ist eingespielt. «Vom grossen gegenseitigen Vertrauen profitieren letztendlich die werdenden Mütter und Paare», betont Stephanie Fiechter. Wer sich für die Begleitung durch eine Beleghebamme Olten entscheidet, sagt auch ja zur Philosophie der vier Frauen: «Es ist wichtig, wie wir geboren werden. Uns ist wichtig, dass unsere werdenden Eltern in einem sicheren Umfeld mit einer vertrauten Person gebären können. Wir möchten den natürlichen Prozess von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett durch eine persönliche Betreuung unterstützen und die Eltern auf ihrem Familienweg begleiten.»

Weitere Informationen zum Thema

Beleghebammen Olten
Babygalerie der Solothurner Spitäler
Schwangerschaft & Geburt am Kantonsspital Olten

Blogbeitrag «3185 Gramm: Robin kommt zur Welt» – eine Geburt, zwei Perspektiven
Blogbeitrag «Das perfekte Menü» – Stillen
Blogbeitrag «Frauen sollen sich gut informiert entscheiden» – natürliche Geburt oder Wunschkaiserschnitt


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